9.4.2018

Presseinfo

9.4.18
Unterschriftensammlung für Auen-Nationalpark läuft auf Hochtouren, entscheidender Beitrag, um "Weiße Flecken" im Bayerischen Biodiversitätsprogramm zu schließen. Bereits 2013 Unterschriften gesammelt, darunter mehrere hundert namentlich veröffentlichte Unterstützer: www.pro-auennationalpark.de

München, 9.4.2018. Das Bündnis Auennationalpark aus Bürgern der Landkreise und Städte an Donau und Isar und den unterstützenden Naturschutzorganisiationen (Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Gregor Louisoder Umweltstiftung) hat innerhalb weniger Wochen bereits 2013 Unterschriften für das neue Schutzgebiet gesammelt - vor Ort in Unterschriftenlisten und über die Homepage  www.pro-auennationalpark.de.
Darunter sind mehrere hundert Bürger, die ausdrücklich einer Veröffentlichung ihres Namens zugstimmt haben. Die Unterschriftensammlung wird in Zukunft noch weiter intensiviert, dazu sind auch weitere Projekte in Vorbereitung. Das Bündnis appelliert an die Bayerische Staatsregierung und insbesondere an den Ministerpräsidenten Markus Söder, den laufenden Dialog mit der Bevölkerung vor Ort nicht zu stoppen und einen Dritten Nationalpark in den Donau- und Isarauen auszuweisen. Aus bayernweiten Umfragen der Staatsregierung wissen wir, dass die große Mehrheit der Bevölkerung mehr Naturschutz und einen weiteren Nationalpark will.

Der Dritte Nationalpark ist das einzige große, überregional bedeutsame Naturschutzprojekt der amtierenden Staatsregierung und daher entscheidend für deren Glaubwürdigkeit in Sachen Naturschutz, insbesondere zur Umsetzung des Bayerischen Biodiversitätsprogrammes, dessen 10-jähriges Bestehen heute bei einem Staatsempfang  gefeiert wird. Insbesondere im Bereich Wildnisschutz und beim Schutz der Auwäldern finden sich dort in der Umsetzung zahlreiche weiße Flecken, die mit der Einrichtung des Nationalparks geschlossen werden können.

Die Kernbereiche eines Auen-Nationalparks sind die großen zusammenhängenden Auwälder der Donau zwischen Lechmündung und Ingolstadt bzw. der Isar zwischen Freising und Bruckberg. Kernbereiche sind auch die freifließende Donau unterhalb Vohburg mit Weltenburger Enge und die renaturierte Mittlere Isar. Hier findet sich ein enorm hoher Arten- und Lebensraumreichtum sowie zahlreiche charakteristische und auch sehr seltene Arten. Die vorgeschlagenen Auen sind als Nationalpark besonders geeignet: Die in der Diskussion befindliche Kulisse ist zu einem großen Anteil bereits als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen, an der Mittleren Isar und im Bereich der Weltenburger Enge zudem bereits als Naturschutzgebiet. Auch vier besonders wertvolle Naturwaldreservate wären enthalten. Die Kulisse muss die wertvollsten Staatswaldflächen aus rein naturschutzfachlicher Sicht auswählen und alle internationalen Kriterien für einen Nationalpark erfüllen.

Kontakt / Interviews: Claus Obermeier, redaktion@pro-auennationalpark.de, Tel. 089-54212142 oder die regionalen Ansprechpartner: www.pro-auennationalpark.de/wir-ueber-uns/